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2. Gerechtigkeit -- 2.1. Theologische Einleitung


Zur Übernahme von Verantwortung für Frieden und soziale Gerechtigkeit für alle Menschen lassen sich die Kirchen vom Bekenntnis zur Welt als Schöpfung Gottes und zur Einheit der Menschheit anleiten. Durch ihr Bekenntnis zu Jesus Christus, in dem alles neu geworden und in dessen Leib alle Unterschiede aufgehoben sind (Gal 3,28), sind sie zur Liebe und zur Solidarität vor allem gegenüber allen benachteiligten und unterdrückten Menschen und Völkern verpflichtet. Der Glaube an die Erneuerung durch den Heiligen Geist und die Hoffnung auf das kommende Reich Gottes machen sie frei, sich mit ungerechten Machtverhältnissen nicht abzufinden, sondern mutige Schritte der Veränderung um der notleidenden Menschen willen zu tun.

Gerechtigkeit verlangt die Anerkennung gleicher Rechte für alle Menschen, die unbedingte Achtung ihrer personalen Würde und die Befriedigung ihrer existentiellen Grundbedürfnisse. Sie verlangt von uns, daß wir uns für das Wohl aller und eines jeden einzelnen einsetzen. Wir sind für alle mitverantwortlich. Christen müssen so Solidarität üben auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Diese Solidarität muß auch die eigene Geschichte selbstkritisch und bußfertig mit einbeziehen. Denn in Jesu Reich der Gerechtigkeit, "das bereits hierauf Erden beginnt und einen höchst geistlichen Charakter hat, ist weder Platz für nationalistischen Haß noch für irgendwelche Feindschaft oder Intoleranz" (Beschluß der III. Panorthodoxen Präkonziliaren Konferenz, Chambésy 1986). Erst Gerechtigkeit und Liebe schaffen und erhalten in der Kraft des Heiligen Geistes das Leben.


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