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Reflexion


5. In Graz konnten wir einen Eindruck von der Wirklichkeit der Versöhnung in Christus bekommen, und der Segnungen, die auf dem Weg dorthin zu finden sind - des Segens unserer Erinnerung an die jüdischen Wurzeln unseres Glaubens (Röm 11,16-18), der Wiederentdeckung unserer Nachbarn, der Erneuerung von Freundschaften und gegenseitigem Vertrauen, das beide Seiten verwandelt. Dies gab uns die Gelegenheit, zusammen zu wachsen und dadurch eine gemeinsame Zukunft zu gestalten. Wir haben eine Vision Europas, in dem es keine Kirchen, Bürgerinnen und Bürger, Staaten und Rassen erster oder zweiter Klasse gibt, und wo alle Mitglieder der einen europäischen Familie eine Stimme haben, einem Europa, das sich seiner Verantwortlichkeiten bewußt ist und anderen Kontinenten gegenüber offen bleibt. Eine erneuerte und leidenschaftliche Verpflichtung von seiten aller Kirchen, für die Erfüllung des Gebetes unseres Herrn, " Alle sollen eins sein: Wie Du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt." (Joh 17,21-22), würde sicherlich zur Entwicklung eines wahrhaft vereinten Europas beitragen. Wir glauben, daß dies eine Vision ist, die alle ansprechen muß, und zu der wir uns als Christinnen und Christen verpflichten.

6. Wir kamen zu dieser ökumenischen Versammlung, nicht nur um Ideen auszutauschen und Erfahrungen zu teilen, sondern über Worte hinaus zu konkreten Maßnahmen zu kommen, im Bewußtsein, daß unsere Trennungen und Feindschaften immer noch Konflikte hervorrufen und ein ernsthaftes Hindernis sind, die Gabe der Versöhnung sichtbar zu machen. Dafür bitten wir um Gottes Vergebung und sprechen denen, die durch uns Leid erlebt haben, unsere Reue aus. Wir sind traurig darüber, daß es diese Trennungen nicht nur zwischen unseren Kirchen, sondern auch zwischen einzelnen Mitgliedern unserer Kirchen und zwischen Frauen und Männern gibt. Da diese Schwierigkeiten in uns als Einzelnen und in unseren Kirchen bestehen, muß die Versöhnung durch den Geist Gottes in Christus beginnen, der unsere Herzen und Sinne verwandelt.

7. Wir anerkennen die Möglichkeiten, die sich aus der Globalisierung ergeben, sind uns aber auch bewußt, daß dadurch Menschen Opfer wirtschaftlicher Interessen und Entscheidungen werden können, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen. Die Kluft zwischen reich und arm wird größer, nicht nur in den anderen Teilen der Welt, sondern auch in vielen Teilen Europas. Rücksichtslose Ausbeutung von nicht erneuerbaren Ressourcen, Umweltverschmutzung und Zerstörung der Ökosysteme richten unermeßlichen Schaden an und bedrohen das Wohl zukünftiger Generationen und der ganzen Schöpfung.

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