Dialog mit den Religionen und Kulturen
2.1 Wir empfehlen den Kirchen, auf jede geeignete Weise dazu beizutragen, dass
Religionsfreiheit und Menschenrechte gewährleistet werden, damit die Würde und
Identität aller Menschen geschützt sind.
Begründung: Für das Zusammenleben von Religionen in der modernen Welt bildet der gemeinsame Respekt
gegenüber den allgemeinen Menschenrechten eine unverzichtbare Grundlage. Diese
schützen zugleich die Vielfalt der Überzeugungen und Lebensstile.
2.2 Wir empfehlen den Kirchen, Gruppen zu unterstützen, die sich dem
interreligiösen Dialog widmen. Sie sollten die dort gewonnenen Erfahrungen und
Erkenntnisse nutzen, vor allem damit im Bereich von Bildung und Erziehung sachgemässe
Informationen vermittelt und Vorurteile abgebaut werden können.
Begründung: Für das friedliche Zusammenleben von Menschen und Gruppen
unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Überzeugung ist es unbedingt
wichtig, sich gegenseitig zu kennen, sich zu verstehen und sich auch schätzen zu
lernen. Dazu bedarf es langfristiger und geduldiger Arbeit und Erfahrung.
2.3 Wir empfehlen den Kirchen, dem Beispiel einiger Kirchen in Italien und Deutschland
zu folgen und einen Tag zu bestimmen, der dem Dialog mit dem Judentum und der Begegnung
mit dem lebendigen jüdischen Glauben gewidmet ist. In ähnlicher Weise sollten
Tage und Anlässe gefunden werden, um die Beziehungen zu anderen Religionen zu
pflegen und zu verlebendigen.
Begründung: Die Begegnung zwischen Menschen vollzieht sich nicht nur auf einer
intellektuellen Ebene, sie braucht eine spirituelle und symbolische Dimension, um tief und
tragfähig zu sein.
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