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Handlungsempfehlungen - Die Suche nach der sichtbaren Einheit der Kirchen


1.1 Wir empfehlen den Kirchen, das Jahr 2000 zum Anlass zu nehmen, um durch gemeinsam vorbereitete symbolische, liturgische und pastorale Handlungen und Initiativen ihrer Gemeinschaft sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Sie sollten vor allem darauf hinarbeiten, dass von der Jahrtausendwende an das Osterfest zur gleichen Zeit gefeiert werden kann, sowie eine offizielle und feierliche Anerkennung der Taufe zwischen allen christlichen Kirchen anstreben.
Begründung: In einigen Kirchen sind bereits Vorbereitungen für die Feier des Millenniums im Gange. Wir halten es für wünschenswert, diese Bemühungen zu koordinieren. Es wäre gut, wenn die Kirchen die öffentliche Aufmerksamkeit, die das Jahr 2000 auf sich zieht, im Sinne ökumenischer Glaubwürdigkeit als Gelegenheit nutzen würden, gemeinsam Zeugnis abzulegen. Dafür bieten sich vorhandene Modelle wie der Weltgebetstag der Frauen an, doch könnten selbstverständlich auch mit kreativer Phantasie ganz neue Initiativen entwickelt werden.

1.2 Wir empfehlen den Kirchen, ein gemeinsames Dokument zu erarbeiten, das grundlegende ökumenische Pflichten und Rechte enthält und daraus eine Reihe von ökumenischen Richtlinien, Regeln und Kriterien ableitet, die den Kirchen, ihren Verantwortlichen und allen Gliedern helfen, zwischen Proselytismus und christlichem Zeugnis sowie zwischen Fundamentalismus und echter Treue zum Glauben zu unterscheiden und schliesslich die Beziehungen zwischen Mehrheits- und Minderheitskirchen in ökumenischem Geist zu gestalten.
Begründung: Die schwierige Situation, in der sich die ökumenische Gemeinschaft gegenwärtig aufgrund verschiedener Umstände befindet, erfordert bewusste Gegenmassnahmen. Es erscheint notwendig, eine ökumenische Kultur des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit zu pflegen und dafür eine verbindliche Grundlage zu schaffen.

1.3 Wir empfehlen den Kirchen, mit aller Kraft die Aufgabe ökumenischer Bildung, Ausbildung und Erziehung in Angriff zu nehmen oder zu fördern. Sie sollten besonders gemeinsame Bibelstudien organisieren, sich um eine gemeinsame Sicht ihrer Geschichte bemühen und alle Gelegenheiten wahrnehmen, sich wechselseitig besser kennenzulernen und gemeinsame Erfahrungen zu sammeln.
Begründung: Der ökumenische Auftrag der Kirche darf kein Randaspekt kirchlichen Lebens sein, sondern muss die Praxis der Frömmigkeit ebenso prägen wie das gesellschaftliche oder politische Verhalten von Kirchen und Christen. Das ist nur möglich, wenn er zu einem Leitprinzip in all den Bereichen der Kirchen wird, in denen Menschen geformt werden und sich bilden.

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