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10.2. Individuelle Konsumtion und Ökologie


10.2.1. Grundaussagen

(11) Der einzelne Mensch kann durch seine Konsumtion und sein Verhalten am Arbeitsplatz auf die Wirtschaft Einfluß nehmen. Da die Konsumtion die Produktion mitbestimmt, ergibt sich daraus die Verantwortlichkeit jedes einzelnen. Eine Änderung im persönlichen Lebensstil kann Zeichen setzen und auch ermutigen.
Unser christlicher Glaube überträgt uns die Verantwortung, die gesamte Natur als Schöpfung Gottes anzunehmen und sie in der Hoffnung auf die von Gott versprochene Vollendung mitzugestalten.

10.2.2. Empfehlungen zum persönlichen Verhalten (vgl. 8. Lebensweise - 8.5).

(12) Durch unsere Lebensgewohnheiten und unseren Lebensstil greifen wir in vielfältiger Weise störend in Ökosysteme ein. Dies ist nicht zu vermeiden, aber durch verantwortungsvollen Umgang mit den lebensnotwendigen Gütern zu reduzieren.
Die Aneignung ökologischer Grundkenntnisse ist für den einzelnen notwendig, um die eigenen Möglichkeiten der Einflußnahme zu erkennen und dementsprechend zu handeln.
Veränderungen im Verhalten der einzelnen erfordern keine volkswirtschaftlichen Investitionen, sondern Zivilcourage und Überwindung der eigenen Trägheit. Dazu gehören der sparsame Umgang mit Wasser, Energie und allen materiellen Gütern, die Möglichkeit der Rohstoffrückführung sowie die Vermeidung der Einleitung belastender Stoffe in die Umwelt.
Wenn der einzelne bereit ist, umzudenken und er sich im privaten Bereich und am Arbeitsplatz entsprechend verhält, dann werden seine Forderungen zur Ökologie an den Staat und an die Wirtschaft glaubhaft. Er wird dann unpopuläre, aber ökologisch notwendige Maßnahmen mittragen können.
Das Nachdenken über die Berechtigung unserer materiellen Ansprüche kann zur Aufwertung vernachlässigter Werte führen, zu denen auch eine weitgehend intakte Umwelt gehört. Kommunikation, Verständnis und Kreativität können wachsen, wo materielle Konsumtion in den Hintergrund tritt.

10.2.3. Ermutigung

(13) Angesichts der Fülle und der Verflechtung der Probleme und im Blick auf die begrenzte Einflußmöglichkeit des einzelnen auf wirtschaftliche Prozesse bleibt ein Gefühl der Ohnmacht nicht aus. Die konkreten Möglichkeiten des Wirksamwerdens erscheinen dem einzelnen oft unbedeutend oder gar zwecklos. Er stellt die Frage nach dem Sinn seines Tuns. Unser Glaube will uns Mut machen, die Spannung zwischen der großen Aufgabe und unserer kleinen Kraft durchzuhalten und nach Wegen der Vermittlung beider im politisch-öffentlichen Bereich zu suchen. Das Umdenken und das daraus erwachsende Handeln muß bei dem einzelnen beginnen, wenn es in der Gesellschaft bedeutsam werden soll.

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