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9.2. Verantwortung aus dem Glauben


(3) Christlicher Glaube kann in diesen Fragen und Herausforderungen Orientierungshilfe sein. Deshalb halten wir für wichtig:
Jedes menschliche Leben, von Gott geschaffen, ist wertvoll, einmalig und unverwechselbar. Das glauben wir.
Gottes Wege mit dem Menschen beschreiben menschliche Freiheit und menschliche Grenzen, begründen seine Würde und fordern »Ehrfurcht vor dem Leben«. Auch Christen tragen Schuld, daß dieses Ja Gottes zu jedem Menschen durch unmenschliche Aktivitäten verdunkelt und seine Weisungen und Gebote mißachtet werden. Das bekennen wir (vgl. 1-Grundlegung 1.1.3.2.).
Das Menschenleben beginnt mit der Befruchtung der Eizelle. Als von Gott geschaffenes und von ihm geliebtes Wesen hat es Lebensrecht. Von Anfang an ist ihm Betreuung und Schutz zu gewähren. Dafür treten wir ein.
Der Mensch ist von Beginn an auf Gemeinschaft angewiesen, menschlicher Liebe und Fürsorge anvertraut; im Gegenüber zum anderen erlebt er sich als Mitmensch. Jeder Mensch, ungeboren oder geboren, unabhängig von seiner Leistungs- und Anpassungsfähigkeit, Leid oder Glück erlebend, Mann oder Frau, jung oder am Ende seines Lebens, sollte der Annahme durch Christen sicher sein können. Die Vorstellung »alles ist machbar« zaubert die Illusion einer leidfreien Welt. Diese könnte aber -funktionierend und perfektioniert - ohne menschliche Wärme und Barmherzigkeit, Heillos sein.
Im Glauben sehen wir aber die Würde des Menschen auch dann, wenn er noch nicht geboren, wenn er behindert und psychisch krank, wenn er an die Grenze seines Lebens gekommen ist. Im Glauben bekennen wir, daß durch die Auferstehung Jesu dem Tod die Macht genommen ist und Sterben wesentlich zur Vollendung menschlichen Lebens gehört. Es gibt darüber kein Verfügungsrecht. Diese Würde ist im besonderen Handeln Gottes am Menschen begründet. Die Verkündigung des Reiches Gottes durch Jesus Christus ist für uns Auftrag und Maßstab, den Menschen zu dienen und das Leben zu bewahren.

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