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8.3. Veränderungen wagen


(5) Die Zeit drängt. Aber selbst in dieser Situation zeigt sich eine tiefe Kluft zwischen dem, was wir Christen nach unserer Erkenntnis gemeinsam mit allen anderen Menschen verändern müssen, und dem, was wir tatsächlich zu verändern bereit sind.
Wir empfinden die Kluft zwischen dem Streben nach Selbstverwirklichung und der Fähigkeit, mit anderen zusammen Schritte der Veränderung zu gehen.
Wir sehen den Widerspruch zwischen dem Wunsch nach immer mehr materiellem Wohlstand und Sicherheit und der heute notwendigen Einschränkung von lebenszerstörenden Bedürfnissen.
Wir erleben die Kluft zwischen der Sehnsucht nach einem erfüllten Leben und unserem Unvermögen, zu neuen Wegen aufzubrechen.
In diese Widersprüche sind wir mit unserem Leben verflochten. Wir werden schuldig, wenn wir unser Herz an andere »Götter« hängen und so Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung in Kauf nehmen.

(6) Wir müssen umkehren und bedürfen einer Erneuerung, die aus dem Glauben an Jesus Christus wächst und uns befähigt, zukunftsoffene Lebensmöglichkeiten zu entwickeln und materielles Ärmerwerden zu ertragen. Unsere von Gott geschenkte Freiheit kann uns zu Entscheidungen befähigen, unser Leben und Arbeiten vorrangig vom Interesse an Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung leiten zu lassen. So können wir frei werden für die Befriedigung echter Lebensbedürfnisse. Wir wollen uns besinnen auf Lebenswerte wie Kommunikation und Toleranz, Kreativität und Phantasie, Liebe und Barmherzigkeit, Freude am eigenen Leben und der Schöpfung, Offenheit für tiefere Erfahrungen des Glaubens.
Wir suchen Hoffnung, die uns an der Situation und am eigenen Versagen nicht zerbrechen läßt. Schritte der Veränderung können wir nicht allein aus uns selbst, sondern nur aus dem uns dazu befreienden Glauben an Gott, den Schöpfer, Erhalter und Vollender der ganzen Schöpfung tun. Unsere Umkehr kann uns befreien vom Erfolgszwang hin zu Gelassenheit. Unser Glaube läßt uns Veränderungen wagen in dem Vertrauen, daß Gott unsere Zukunft ist und seine Schöpfung vollenden wird.

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