Umkehr zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
(1) Wir leben in einer friedlosen Welt. Wir leben in einer geteilten Welt.
Feindschaften und Konfrontation gehören zur Realität. Die Anhäufung
von Massenvernichtungsmitteln bedroht das Überleben der Menschheit.
Nur wenige fühlen sich persönlich getroffen. Kriege und blutige Gewalt
in der Welt erscheinen uns fern und lassen uns weithin passiv. Aber: Abwesenheit
von Krieg in Europa ist noch kein Frieden. Trotz hoffnungsvoller Verhandlungsergebnisse
herrschen Friedlosigkeit und Feindseligkeit. Ungerechte Strukturen und die Unfähigkeit,
mit gegensätzlichen Interessen umzugehen, können zu Feindschaft führen.
Vorurteile und Feindbilder nähren und verfestigen Feindseligkeit und behindern
so die notwendige Austragung von Konflikten und Überwindung von Feindschaften.
Auch wir sind in diesen Prozeß verstrickt, indem wir Vorurteile und Feindbilder
übernehmen, verstärken und produzieren, zum Beispiel gegenüber
Nachbarvölkern, anderen Rassen, sozialen Gruppen und Andersdenkenden. Hier
muß Friedenserziehung ansetzen.
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