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Vertrag über Schutz und Verteidigung von Kindern und Jugendlichen


1. Wir gehen von der Annahme aus, daß der zentrale Punkt bei der Diskussion über die Problematik von Umwelt und Entwicklung, die Erhaltung des Lebens ist. Das gegenwärtige, internationale Entwicklungsmodell verursacht jedoch soziale Ungleichheiten und Umweltzerstörung mit direkten Folgen für Kinder und Jugendliche, die eine systematische Verneinung ihrer Grundrechte erleiden.
Dies führt zu der schändlichen Situation, in der sich die Kinder und Jugendlichen heute befinden.

2. Zahlen der UNICEF zufolge, sterben jeden Tag 40.000 Kinder an Unterernährung und ihrer Folgekrankheiten. 15o Millionen Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren besuchen keine Schule. Dazu kommt noch das große Ausmaß an Gewalt, die Ausbeutung kindlicher und jugendlicher Arbeit, einschließlich Sklavenarbeit und Prostitution von Kindern.

3. Es ist dringend notwendig, Kindern und Jugendlichen das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf liebevolle Zuwendung und auf die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse auf Nahrung, Obdach, gesundheitliche Grundversorgungen und den Zugang zu Bildung und Freiheit zu garantieren.

4. Kinder und Jugendliche sind Rechtspersonen und aktive Gestalter in gesellschaftlichen Veränderungen und somit Teil dynamischer Prozesse und nicht einfach passive Beobachter des Weltgeschehens. Die Verantwortung für die Entwicklung der Kinder muß von uns verantwortlichen Erwachsenen, Familien und der Gesellschaft in Verbindung mit den Organen des Staates gemeinsam getragen werden. Deshalb schlagen wir einen kollektiven Handlungskompromiß mit folgenden Schwerpunkten vor:

a. Die Einhaltung der Rechte der Kinder und Jugendlichen muß gewährleistet sein.


b. Diese Rechte müssen in einen Handlungskompromiß einbezogen werden, den alle Gesellschaften eingehen müssen und die von den Unterzeichnern und Verantwortlichen eingehalten und wirksam gemacht werden müssen.

c. Es muß dafür gesorgt werden, daß das Thema" Kinder und Jugendliche" in alle Debatten, Foren und Übereinkommen einbezogen wird, die sich auf die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde beziehen.

d. Nichtregierungsorganisationen werden die Sorge tragen, das Gesetze für die Rechte der Kinder und Jugendlichen in Staaten, in denen solche nicht bestehen, beschlossen werden.

e. Das Kinder und Jugendliche in Foren und Debatten mitarbeiten, damit das weiterbestehen von Menschlichkeit auf dem Planeten Erde garantiert ist.


f. Der Erfahrungsaustausch über den Schutz und die Verteidigung von Kindern und Jugendlichen muß von den NROs in einer Weise gestaltet werden, daß Kooperation und Solidarität die Erreichung konkreter Zielergebnisse für die Kinder und Jugendlichen ermöglichen.

g. In allen Ländern sollten die für Kinder und Jugendliche verwendeten öffentlichen Haushaltsgelder ausreichend sein und von Regierungen und Öffentlichkeit gemeinsam verwaltet werden.

Unser Aktionskompromiß

5. Verbreitung dieser Deklaration über "Schutz und Verteidigung der Kinder und Jugendlichen". Suche nach weiterer Unterstützung dieser Kinder und Jugendliche betreffenden Ziele auf nationaler und internationaler Ebene.

6. Definition spezifischer Aktionen zur Konkretisierung der hier festgelegten Ziele mit großer Beteiligung der Bevölkerung und der NROs.

7. Die NROs müssen die Verwirklichung dieser Zielergebnisse fordern und in die Wege leiten und eine permanente Überprüfung der zuständigen Behörden bei der Ermöglichung und Ausführung dieser Ziele vornehmen.

8. Die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an Diskussionsforen, Debatten und Aktionen zu sie betreffenden Fragestellungen muß garantiert werden. Besonders in bezug auf die Zukunft der Erde müssen sie als Personen, die sich noch in Entwicklungsprozessen befinden, beteiligt werden.

9. Die Realisierung jährlicher, nationaler Zusammenkünfte der NROs, die diese Deklaration unterzeichnet haben, um eine Auswertung der Planungen und der angestrebten Zielergebnisse vorzunehmen.

10. In 5 Jahren soll eine weltweite Zusammenkunft der NROs, die diese Deklaration unterzeichnet haben, realisiert werden, um eine Auswertung und Neuformulierung der hier übernommenen Kompromisse durchzuführen.

Erweiterung des Vertrages

11. Wir stellen fest, daß Muttermilch eine wertvolle Ressource ist: natürlich und erneuerbar, die ideale den Spezie betreffende Nahrung, die nicht nur für das Kind und die säugende Mutter viele Vorteile bringt, sondern unserem ganzen Planeten.

12. Wir stellen fest, daß Brustnahrung das biologische Recht aller Saugerspezien ist.

13. Wir stellen fest, daß künstliche Milch überwiegend verwendet wird, was Krankheiten für Mutter und Kinder beinhalten kann.

14. Wir stellen fest, daß durch die Ernährung mit künstlicher Nahrung, ein großer Wirtschaftsbereich entstanden ist, durch den immense Abfallprodukte entstehen.

15. Muttermilch ist als natürliche und erneuerbare Ressource von den NROs und den Regierungen zu schützen.

16. Das biologische Recht der Spezien ist bestimmt durch die Notwendigkeit des Säugens und dies muß respektiert werden.

17. Die Babynahrungs- und Flaschenindustrie soll sich den Verpflichtungen der "International Code of Breast-Melk Substitutes -- WHO/UNICEF, adoptiert durch die Weltgesundheitsorganisation 1981, und der Korrespondierenden UN- Resolution 39/28 (1966) angliedern.


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