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Jugendvertrag


Wir die Unterzeichnenden Jugendlichen, NROs und soziale Bewegungen, zusammengetroffen in Rio de Janeiro im Juni 1992, bei dem Internationalen Forum, der "`92 Global Forum", während der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung "UNCED", behaupten ihre Position gegenüber dem durchgeführten Fest der Stärke, deren Regierungsteilnehmer offensichtlich nicht daran interessiert waren, in ausreichendem Maße konkrete Verantwortlichkeit zu globalen Problemen, zu übernehmen.

Die Jugendlichen sind die Gegenwart und Zukunft des Planeten.

1. Angesichts der extremen Umweltprobleme, erinnern wir an die Notwendigkeit unserer Handlungen um durch Aktionen in unseren Gesellschaften einen Prozess zu inizieren, damit unsere Visionen Realität werden können, die eine globale Änderung des Umweltbewußtseins bewirken werden. Durch die Vereinigung unserer kreativen und intelektuellen Möglichkeiten, sowie mit den Verpflichtungen aus den Dokumenten die vor dem Rio - Treffen entstanden sind, verpflichten wir uns selbst zu folgenden Prinzipien und Aktionen:

Verpflichtungen

2. Wir erkannten, das die Jugend dieser Welt eine Kraft ist, die kanalisiert werden kann, um unsere kulturelle Verschiedenheit, wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit, partizipatorische Beteiligung bei Entscheidungsprozessen, Friede und Sicherheit in der Gemeinschaft, gleiche Rechte und Bildungsmög- lichkeiten zu stärken.
Wir verpflichten uns selbst für alle Menschen einen entwicklungsorientierten Lebensstil zu sichern, der sich an der Verantwortung für zukünftige Generation orientiert.

3. Die ungleichen Relationen zwischen Nord und Süd, und zwischen Machteliten und Menschen, sind das Ergebniss der Politik von Dominierung und Diskriminierung, angewendet durch Machtstrategien, die die Lebensqualität anderer Länder beeinflußen, und ihnen die enormen Belastungen der zu zahlenden Schulden aufbürdet.

Es ist nötig die gewaltigen Extreme von Reichtum und Armut zu verringern.

Alle Vorurteile wie Rassismus, Nationalismus, die kulturell und religiös, geschlechts- und klassenspezifisch sind müssen beseitigt werden, weil sie Gründe für soziale Verbrechen sind.

4. Die Wirtschaft darf nicht länger eine Wissenschaft ohne ökologischen Bezug sein. Wir lehnen das bestehende Wirtschaftssystem, basierend auf den Prinzipien des freien Marktes und den Mechanismen der Überkonsumierung ab, weil es die Quelle von menschlicher und globaler Selbstzerstörung ist. Wir erkennen wie wichtig es ist, zuerst die menschlichen Lebensbedürfnisse sicherzustellen.
Die verantwortungsbewußte Stützung von regionalen lebenswerten alternativen Entwicklungen in allen Ländern, muß in Respekt zur Umwelt und der kulturellen Verschiedenheit in der Gesellschaft akzeptiert werden.

5. Wir erkannten, das alteingesessene Organisationen für die Aktivitäten einer erfolgversprechenden Entwicklung auf lokaler, nationaler und globaler Ebene eine unverzichtbare Hilfe sind.
Wir verpflichten uns selbst, in freiheitlicher und demokratischer Form Zugang zu Informationen zu gewähren und dies mit denjenigen zu teilen, denen der Zugang zu diesen Informationen erschwert ist.
Wir wollen die Kooperation mit Regierungsinstitutionen und stimmen deren verantwortungsbewußten Entscheidungen zu, wenn diese durch die Gesellschaft prüfbar sind.

6. Wir erinnern an das Recht eines jeden Menschen auf Bildung. Wir verteidigen die Prinzipien von freien und öffentlichen Bildungschancen, um die Erfolgsmöglichkeiten für alle Menschen zu garantieren und um neoliberale Ideen, die Bildungsprivatisierung anstreben, zu verhindern.
Wir verpflichten uns selbst ein integrierendes Bildungsprogramm aufzubauen, wissenschaftlich, kulturell und spirituell sachlich Entscheidungsänderungen ermöglicht.
Wir akzeptieren die Möglichkeit aus der Vergangenheit zu lernen, speziell von traditionellen Kulturen, die in der Geschichte zu bestehen wußten.
7. Wir verdammen die offene und hinterhältige Destabilisierung nationaler Souveränität und Selbstbestimmung, einschließlich der Verbrechen gegen internationales Recht, wie Blockaden, Invasionen und jede Art von Agression, egal ob militärisch, wirtschaftlich oder durch die Medien.

Aktionen

8. Folgende Aktionen sind angelehnt an vorangegangene Verpflichtungen, deren Aktionsprozesse offen für weitere zukünftige Vorschläge sind.

1.Bildung und deren Verbreitung ist möglich, indem:

a. Bekanntmachungen durch die verschiedenen Massenkommunikationsmedien, Versammlungen und Debatten erfolgen, damit die Erfahrungen aus den Ereignissen in Rio verbreitet werden.
Die Erfahrungen aus den Ereignissen in Rio de Janeiro 1992 müssen verbreitet werden.

b. Aktionen durchgeführt werden, damit das Umwelt- und soziale Bewußtsein vergrößert wird und wir ein umweltbezogenes Bildungsangebot ermöglichen, z.B. durch:

i. Kurse in Leistungsaufbau und Jugendführung.

ii. Regionale Seminare um Methoden zu erforschen, die der solidarischen Mitbestimmung innerhalb von Orginisationen förderlich sind.

iii. Austausch zwischen Mitgliedern von NROs, sozialen Organisationen und politischen Bewegungen.

iv. Garantien für ausgewogene Nord - Südbeziehungen.

v. Kreative Ideenwettbewerbe und für konkrete Resolutionen zu Umweltproblemen.

vi. Selektieren von umweltadequaten Bildungsprogrammen der Regierungen.

Konsumverhalten

10. Wir verpflichten uns selbst:

a. Auf gesteigerten persönlichen Konsum von Produkten die den Markt überschwemmen und/oder die Umwelt zerstören, leichten Herzens zu verzichten und für Energiesparmaßnahmen.


b. Konsummäßigungs - Kampagnen zu fördern, um so regionalen Wirtschaftszweige zu unterstützen, wenn diese in Schwierigkeiten geraten, z.B. durch den Boykott ausländischer Angebote.

Kampagnen

11. Wir verpflichten uns selbst für die Durchführung internationaler Kampagnen, um uns mit Problemen zu identifizieren, die nicht genügend durch "UNCED" behandelt worden sind, zum Beispiel:

a. Das Ablehnen einer dominierenden globalen Wirtschaftselite, die mit den Buchgeldern ausstehender Kreditrückzahlung der Entwicklungsländer arbeiten.

b. Gegen Militarismus, weil seine Präsenz das Ende einer jeden sozialen Gesellschaft und einer lebenswerten Umwelt ermöglicht.

c. Gegen die Verwendung der Atomkraft und den Mißbrauch von fossilen Energieträgern.

d. Gegen Hunger und Konsumismus.

e. Gegen die unnötige Verwendung von Pestiziden.

f. Gegen Atomtests.

g. Für eine Demokratisierung der Vereinten Nationen.

Mechanismen

12. Arbeit in Netzwerken: Organisation einer Konferenz durch ein schon bestehendes electronic - mail network - eg. APC und um dieses zu erweitern, wie A SEED, für Informationsaustausch, solidarischer Zusammenarbeit und der Koordination von Aktionen.

13. Schaffung von regionalen Info- Centern, die im e- mail network integriert sind, um:

a. Eine Dynamik in bestehenden NROs entstehen zu lassen.

b. Erstellen eines Verzeichnisses, das die verschiedenen Aktivitäten, Wünsche und Resssourcen aller Organisationen enthält.

c. Koordination eines internationalen e- Netzwerkes.

d. Herausgabe einer Zeitung unter Beteiligung aller NROs in der Region.

e. Koordinierung der verschiedenen joint- Kampagnen auf regionaler Basis.

Ressourcen

14. Austausch von Informationen durch das Netzwerk über die unterschiedliche Basisarbeit und deren Entwicklungsmechanismen.
Informationsübermittlung zwischen NROs von Nord und Süd, sowie von Regierungen und privaten Institutionen an NROs über Jugendaktivitäten, die umweltbezogen sind.
Dieser Vertrag ist verbunden mit folgenden Dokumenten;

YOUTH 92
the international Youth Preperatory Conference for UNCED, Costa Rica 1992;

Worldwide Woman`s Congress for a healthy Planet, Miami November 1991;

Declaration of the Third World and the Human Environment, June 1972;

Declaration of Japanes Youth on the Environment and Development.


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