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Vertrag zu Bevölkerung, Umwelt und Entwicklung


Präambel

1. Die Befähigung der Frauen, ihr eigenes Leben zu bestimmen, ist die Grundlage für alle Handlungen, die verbunden sind mit Fragen zu Bevölkerungswachstum, Umwelt und Entwicklung.

2. Wir lehnen die durch Regierungen und intenationale Institutionen durchgeführten Kontrollen über den Körper der Frau ab und verurteilen diese.

3. Den Mißbrauch der Frau als Obekt von Experimenten zu Empfängnisverhütung, zunehmende Sterilisierungen und die Verweigerung der Entscheidungsfreiheit für Frauen verurteilen wir, und lehnen diese Praktiken ab.

4. Wir müssen die Frauen bei ihrem Kampf für die Selbstbestimmung über ihren Körper, unterstützen und ihre Gesundheit und Gebärrechte sichern. Als die eine Hälfte der Weltbevölkerung haben Sie ihre Rechte zur Familienplanung und Schwangerschaft auszuüben.
Die internationale Gemeinschaft muß in steigendem Maße auf Probleme und deren Zusammenhänge mit Population, Umwelt und Entwicklung hinweisen, innerhalb ihrer Netzwerke und ethischen Grenzen, wie den Menschenrechten und demokratischen Prinzipien.
Die Durchführung und Beobachtung diesen Prinzipien entsprechender Handlungen wird dadurch erschwert, das ein Viertel der Weltbevölkerung drei Viertel der Bodenschätze verbraucht und dadurch Verursacher der größten Umweltschäden ist.

Forderungen und Verpflichtungen

5. Geburtsraten sinken, wenn der soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Status ansteigt und dadurch generell der Lebensstandard steigt. Der politische und ökonomische Mechanismus innerhalb der bestehenden Weltordnung und der einzelnen Nationen, der Armut erschafft und steigert, Randgruppen im Süden und zunehmend auch im Norden entstehen läßt, muß geändert werden.

6. Militarismus, Verschuldung, Strukturveränderung und bestehende Handelsstrategien sind negativ perpetuiert durch internationale Finanzmonopole und Handelsinstitutionen.
Vorne an stehen der Internationale Weltwährungsfond, die Weltbank und das GATT-Abkommen. Sie zerstören die Umwelt, verarmen den größten Teil der Menschheit und setzen die Ungerechtigkeit der bestehenden Weltordnung fort.
Wir verdammen diese Strategien und rufen zu einer sofortigen Übernahme von "Alt - Wirtschaftsstrategien", mit ihren Prinzipien der ökologischen tragbarkeit und sozialen Gerechtigkeit auf!

7. Nukleartests und Giftmüllentsorgung sind lebensfeindlich. Sie bedrohen die Nahrungssicherung und verursachen Sterilität, Fehlgeburten und Krankheiten! Wir verlangen die Beendigung der Umweltzerstörungen, die den Männern und Frauen das Recht auf gesunde Kinder nehmen.

8. Das Konsumverhalten des Nordens und weniger Priviligierter des Südens stellt die größte Bedrohung für das Überleben auf der Erde dar.
Dies Verhalten muß geändert werden, indem die verschwenderische Benutzung der Bodenschätze gestoppt wird, die zur Vernichtung der menschlichen Rasse führt.
Regierungen, Institutionen, Organisationen und Arbeiter, welche versuchen, den Frauen das Bildungsrecht, die Gebärentscheidung und weitere persönliche Freiheiten, einschließlich des Rechtes auf Schwangerschaftsabbruch zu nehmen, fordern wir zu sofortiger Beendigung dieser Strategien auf.

9.Wir lehnen die Diskriminierung der Frauen ab, weil sie an den Auswirkungen von Rassismus, den Klassenunterschieden und den Leiden durch extreme Armut unschuldig sind, an welche sich die Gewaltszene anlehnt.
Viele Frauen sind unschuldig an der Rassen- und Klassendiskriminierung.
Gewalt zwingt Frauen zu Sterilisation, zu Drogenexperimenten und Unvorsicht bei der Gesundheitspflege. Sie verhindert den Zugang zu Informationen über Gesundheitsrisiken und empfehlenswerter Alternativen.
10. Wir fordern die Regierungen auf, in Zusammenarbeit mit multilateralen Institutionen, Kooperationen, NROs und Found- Agencies für das Bevölkerungswachstum- Kontrollprogramme zu entwickeln und dadurch ihre Verantwortlichkeit zu bekennen.

11. Wir fordern auf Frauen bezogene, durch Frauen gemanagte und von Frauen kontrollierte effektive Gesundheitsvorsorge, einschließlich Kontrollen vor und nach der Geburt.
Sichere und legale Hilfen bei Schwangerschaftsverhütungen- und abbrüchen. Sexualaufklärung für Jungen und Mädchen müssen geschaffen werden.

12. Wir fordern Kinderbeaufsichtigungsstätten, eine Versorgung und Betreuung für alte Menschen und Behinderte und die Unterstützung für die Familien.

13. Wir fordern, daß zukunftsorientierte Experimente an Schwangeren speziell im Bereich der Genbehandlungen und bei Abortion transparent behandelt werden, und daß diese verantwortlich gegenüber den Problemen der beteiligten Frauen sind und ihre Durchführung keine Verletzungen der Ethik und der Menschenrechte sind.

14. Wir fordern, daß die Regierungen internationales Recht anerkennen und daß Verpflichtungen gegenüber den Geburtsrechten der Frauen in Übereinstimmung mit den Deklarationen der "Nairobi Foreward
Looking Strategies", dem Bericht der"1984 Conference on Population" sowie den" UNCED Beschlüssen von Rio de Janeiro" durchgeführt werden. Dazu gehört auch die Vollratifikation und Implementation
der U.N.- Konvention "on the elimination of all Forms of Discrimination against woman".

15. Wir fordern, daß nationale und internationale Gemeinschaften und Regierungen unverzüglich handeln um ihre Verantwortung dem Aidsproblem gegenüber nachzukommen.
Das sie mehr Forschung treiben und Informationen über HIV- Infektionen, Aids und andere Geschlechtskrankheiten für Frauen, Männer und Kinder bereitstellen und dabei die Menschenrechte der Betroffenen schützen.

16. Diese Forderungen beinhalten unsere Verpflichtungen den Betroffenen gegenüber und wir plädieren dafür, daß Organisationspraktiken und Strategien die mit diesen Problemen verbunden sind in unser Leben zu intregieren. Diese notwendigen Handlungen müssen lokal, national und international durchgeführt werden im Geiste dieses Vertrages, auch wenn wir kulturelle Verschiedenheiten zu überbrücken haben.


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