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Globaler Frauenvertrag


der Nichtregierungsorganisationen (NROs) und ihre Arbeit in Hinblick auf eine ökologisch dauerhafte und sozial gerechte Entwicklung auf diesem Planeten.

1. Wir geloben unsere Verpflichtung zur Stärkung der Frauen, der zentralen und mächtigen Kraft, in der Suche nach einer sicheren Umwelt, wirtschaftlicher und sozialer Gerechtigkeit, ausgeglichener und gerechter Verteilung der Ressourcen, dem Überleben aller Arten, für unser gemeinsames Ziel, den zukünftigen Generationen einen gesunden Planeten zu hinterlassen.

2. Die Teilnahme der Frauen, die die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, ist bei der Gestaltung des täglichen Lebens und der Entscheidungsfällung unerläßlich, von der kommunalen über die nationale bis zur internationalen Ebene.
Überall sind Frauen Indikatoren und Katalysatoren von Umwelt- und Entwicklungsaktivitäten. Ihre Perspektiven, Werte, Fertigkeiten und diversen Erfahrungen müssen in Führungspositionen und Entscheidungsfällung miteingebracht werden.
Ihr gegenwärtiger Ausschluß von der Leitung und die Mißachtung ihrer Bedürfnisse und Ansichten, zählen zu den Hauptfaktoren, die für die Umweltdegradierung, Vergrößerung der Armut, perversem Militarismus und die Gewalt gegen Mensch und Natur verantwortlich sind.

3. Als Aktivisten in NROs fordern und arbeiten wir für die Gleichberechtigung der Geschlechter, bei offenen politischen Analysen auf höherer Ebene in Regierungen und NROs und beim Treffen von Entscheidungen auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene und bei der Durchführung, Verwaltung, Evaluierung und Finanzierung, auf allen Ebenen.
Wir rufen zu der Übernahme von dezentralisierten Verwaltungsformen auf, in denen die Maßnahmen des Managements der natürlichen Ressourcen, an den Bedürfnissen der Menschen und Gemeinschaften orientiert sind.

4. Wir rufen alle NROs und Regierungen auf, sich an die "Nairobi Forward Looking Strategien" für die Förderung der Frauen (beschlossen von der U.N. Generalversammlung 1985) zu und die U.N. Konvention zur Eliminierung aller Formen von Frauendiskriminierung zu ratifizieren und durchzuführen. Desgleichen die U.N. Konvention für Menschenrechte und die U.N. Konvention über die Rechte des Kindes.

5. Wir sind überzeugt, daß die Hauptursachen im Militarismus liegen, in Schulden und Strukturanpassung, Handelsstrategien der transnationalen Konzerne, den internationalen Finanz- und Handelsinstitutionen, wie den Internationalen Währungsfond, die Weltbank und des GATT.
Die Strategien dieser Institutionen bewirken die Degradierung der menschlichen und natürlichen Umwelt, führen zu wachsender Verarmung der Mehrheit der Weltbevölkerung, schreiben die Ungleichheit der bestehenden Weltordnung fort und tragen zu einem fortwährenden und intensivierten Druck auf die natürlichen Ressourcen bei. Wir verurteilen diese Strategien und rufen zu einer sofortigen Übernahme alternativer Strategien auf, die auf den Prinzipien von Gleichheit und einer ökologisch dauerhaften und sozial gerechten Entwicklung beruhen.

6. Wir bitten für die Streichung der sogenannten Schulden der Länder des Südens da sie mehr als bezahlt sind, - durch Preisdumping und ungleicher Entlohnung, durch die geforderten Wucherzinsen und der daraus entstandenen Armut ihrer Völker und der Umwelt;
deshalb bestehen wir darauf, daß die Gewinne dieser Streichungen den Menschen in den Landregionen der Dritten-Welt, direkt zugute kommen.

7. Wir verbürgen uns, die Übernahme eines ökologisch dauerhaften und sozial gerechten Entwicklungsmodell zu fordern, daß allen Völkern einen Unterhalt ermöglicht unter Berücksichtigung der Menschenrechte und dem Einschluß des Zugangs zu Frischluft, Frischwasser, Nahrung, Sanitärem, Gesundheit, Bildung und Information und den Genuß von Bürgerrechten, geistiger und kultureller Integrität.

8. Wir bekräftigen unsere Überzeugung, daß eine ökologisch dauerhafte und sozial gerechte Umwelt von dem Weltfrieden abhängig ist und somit die Abschaffung des Militarismus braucht, das die sofortige Beendigung der Produktion und Erprobung nuklearer Waffen und die nicht zu rechtfertigende Herstellung, Anhäufung und Verbrennung von Abfällen, gleich ob nuklearer, giftiger oder ungiftiger Art;
von einer gerechteren Rückverteilung der Reichtümer dieser Welt, um das unproportionierte Konsumverhalten der Überflußgesellschaft zu beenden;
von der Selbstbestimmung der Völker, der Respektierung der Naturvölker und ihrer Gebiete, Kulturen und Traditionen und von einer weltweiten gemeinschaftlichen Anstrengung unser natürliches Umwelterbe zu schützen und zu rekultivieren.

9. Wir drängen darauf, daß der soziale, wirtschaftliche, politische und Gesundheitsstatus der Frauen sich verbessert. Dies erfordert Strategien und Aktionen zu der Absicherung des gleichberechtigten Zugangs zu Bildung und Information, gerechter Entlohnung und sicherer Arbeitsbedingungen, unveräußerlicher Rechte, Kredite, angemessene Technologien, umweltfreundliche Konsumwaren und Gesundheitsvorsorge.
Wir lehnen Diskriminierungen von Geschlecht, Rasse, ethnischer, religiöser, bevorzugender Art und sexueller Anmache ab und fordern von der Gesellschaft lokale Verbrechen und sexuelle Gewalt allgemein zu verfolgen.

10. Wir können keinen Versuch akzeptieren, der Frauen um ihre freie Entscheidung zugebären bringt, dem Wissen zur Ausübung dieser Freiheit, der Gesundheitsvorsorge und Familienplanung, eingeschlossen Schwangerschaftsuntersuchungen, sichere und legale Schwangerschaftsverhütungsmittel und Schwangerschaftsabbrüche, sexuelle Aufklärung und Information.
Die Bewußtmachung der Existenz der globalen Krebsepedimie verlangt die Säuberung der Umwelt von Krebserregern, die im besonderem Frauen und Kinder gefährden; die systematische Warnung und Information über AIDS und die Einführung zur Beseitigunng der Gefahren in Fabriken, Büros und auf Farmen.

11. Wir verabscheuen die Gefahren, die durch Genmanipulation an Menschen und Pflanzen entstehen und die Aussetzung genmanipulierter Organismen in der Umwelt; wir verlangen die volle Beteiligung von Bürgern bei Genehmigungsverfahren und das jede entstehende Lebensform oder Lebenstechnologie nicht patentierbar ist.

12. Wir fordern und drängen auf die Übernahme von ethischen Grundsätzen für die Menschen und die Umwelt, und das Technologietransfers angemessen und ökologisch tragbar sind.

13. Wir appelieren an alle Männer und Frauen diesen Aufruf zu unterstützen und für eine sofortige Transformation der menschlichen Werte und Aktivitäten einzutreten; das NROs sich für die Integration und Durchführung der "Woman for the Agenda 21" einsetzen, während dem Weltkongess für einen gesunden Planeten, dem `92 Global Forum in Rio de Janeiro vom 3.-14. Juni 1992 und dort diesen Vertrag unterzeichnen.


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