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Vertrag über die Biotechnologie


Wir rufen zu einer internationalen Tagung über das Thema Biotechnologie auf, unter der Beachtung folgender Prinzipien:

a. Alternative Methoden und biotechnologische Annäherungen sollen gleichberechtigt erforscht und die sichersten und kosteneffizientesten übernommen werden.

b. Private und öffentliche Institutionen sollten Finanzierungen für Forschung und Hilfeleistungen ermöglichen, die anteilmäßig auch für alternative Forschungsprojekte bereitstehen. Traditionelle Erfahrungen und Wertvorstellungen sollen in den alternativen Forschungen beachtet werden.

c. Biotechnologische Forschung muß von Gebrauchsnotwendigkeit bestimmt sein, und die gesellschaftliche Verwendbarkeit muß heutigen und zukünftigen Generationen garantiert werden.

d. Vor der Verwendung von biotechnologischen Rohstoffen oder Produkten muß deren volle soziale und kulturelle Integrität und die Einschätzung der Gefährlichkeit muß durch öffentliche Verfahren und Diskussionen bestimmt werden, mit der Hauptaufgabe, über den Beginn oder den Abbruch der Versuche zu entscheiden.

e. Im Bereich Umweltschutz müssen adequate Technologien angewendet werden, die von Langzeitprojektbeobachtung und Wirtschaftlichkeitsprüfungen auf jeder Stufe der Forschungsprojekte begleitet sind. Bei den Landwirtschafts- und bei den Pharmaprodukten ist zu überlegen, welche Auswirkungen genetisch modifizierte Organismen auf die Umwelt haben. Auf die positiven Ergebnisse können dann Marketingstrategien für biotechnologische Produkte entwickelt werden.

f. Beteiligung der NROs beim Entscheidungsfällungsprozess.

g. Gutachter müssen Vorsichtsmaßnahmen ausarbeiten. Solange einzelne Versuchspunkte nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, dürfen keine weiterführenden Aktivitäten an diesen Projekten unternommen werden. Die Kontrolle bestimmen Gemeinschaften unter Mitarbeit von Mitgliedern aus Regierungen, NROs, Forschungsinstitutionen und Projekten. Die Kosten tragen die Hersteller.
Die Prüfungsart und die Prüfungsnormen zur Bestimmung der Gefährlichkeit, muß durch ein Kommittee, indem Forscher, Regierungsdelegierte, NRO, soziale Bewegungen und die Ausführenden der Versuche beteiligt, festgelegt werden.

h. Die Unternehmen und Forschungsinstitutionen der neuen Technologien müssen bei Unfällen und deren Konsequenzen voll rechtlich belangbar sein. Es darf keine Voreingenommenheit gegenüber deren zukünftigen Projekten bestehen, auch nicht wenn Sanktionen beschlossen werden müssen.

i. Unternehmen und Regierungen haben weder in ihrem Land noch im Ausland die Erlaubniss zur genetischen Manipulation von Organismen, ohne die Öffentlichkeit zuvor informiert zu haben.

j. Die genetischen Substanzen von Biotopen sind keine marktwirtschaftlichen Ressourcen, und somit ist jede Patentierung von Lebensorganismen verboten.

k. Wir bestätigen, daß es eine ungerechtfertigte Handlngsweise der bestehenden Wirtschaft ist Lebewesen zu patentieren.

l. Es ist das fundamentale Recht der Öffentlichkeit zu wissen, welche Produkte im Handel genetisch manipuliert sind.

m. Biotechnologie darf nicht für militärische Zwecke entwickelt oder verwendet weden.


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