SavannenPräambel1. Die überwiegenden Savannengebiete, die bis zu 25% des Brasilianischen Territoriums bedecken, befinden sich auf dem Zentralplateau der Staaten Goiàs, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Bahia, dem Zentralbezirk Maranhaò, Piaui, Sao Paulo und und Roaraina sowie in einigen Gebieten des Nordostens. Diese Gebiete gehöhren zur internationalen Landbezeichnung "Savanne" und sind artenspezifisch mit den Savannen anderer Staaten identisch. 2. Die zentralen Hochlandgebiete, die diese Savannen bilden, sind über die Landesgrenzen hinausgehende Hügelketten. 3. In einigen Spezies sind die Biotopenmengen größer als die der Amazonasregion. 4. Die brasilianischen Savannen sind die Ursprungsgebiete von Kulturen, deren Alter nachweislich über 15.000 Jahre beträgt. Wir stellen fest: 6. Die ökologischen Systeme der Savannen als landwirtschaftliche Gebiete sind schon zu etwa 75% der Fläche zerstört und darum stark gefährdet, durch: b. Die Schaffung großflächiger Weidegebiete und anderer Monokulturen, unter der Verwendung von Chemikalien und Pestiziden, zur Herstellung von pflanzlicher Kohle für den Export und die einheimische Schwermaschienenindustrie. c. Das Errichten von großen Bewässerungsprojekten. d. Das Bauen großer Staudämme zur Energieerzeugung. 7. All diese Handlungen verursachen eine Vergrößerung der Sozial- und Umweltprobleme; diese sind unter anderem: b. Die Vernichtung der Böden durch schwere Maschinen und Chemikalien, wodurch Erosion und Sterilisation gefördert werden. c. Die Verschmutzung des Wassers und die Zerstörung der Lebewesen des Wassers. d. Die Versickerung und Verringerung der Wassermengen der Oberflächen- und Grundwasserressourcen in den offenen Savannen, die zwar einen geringeren Wasserverbrauch, aber keine Speichermöglichkeit, außer an den Flußdeltas, besitzen. e. Ein intensivierter Prozeß der Konzentration von Landbesitz, der Vertreibung, Umsiedlung und Verarmung von Kleinbauern, schafft neue Probleme in Gemeinden und Großstadtzentren. f. Der Ausschluß ländlicher Gemeinschaften von der Teilnahme am kulturellem Leben. Aktionsplan8. In Anbetracht dieser großen Probleme entscheiden wir uns: b. zu der Schaffung eines ständigen Netzwerkes von NROs und sozialen Bewegungen der Savannengebiete für den Meinungs- und Informationsaustausch; c. zum Kampf für die Integration von Gemeinschaften in allen Ländern mit Savannengebieten und für ihre ökologischen Systeme, um mehr über diese Biotope zu erfahren und um Schutzmaßnahmen für eine ökologisch dauerhafte und sozial gerechte Entwicklung in diesen Gebieten aufzubauen; d. zur Arbeit für die Transformation der gegenwärtig bestehenden Savannenentwicklung, damit die vitalen Kapazitäten der Savannenlebewesen erhalten bleiben. e. zur Forderung von Forschungen über die heutigen Zustände der Savannen, die von Naturvölkern bewohnt sind, um mit den Erkenntnissen aus den Ergebnissen neue Entwicklungsmöglichkeiten zu bestimmen; f. zur Vorbereitung für eine ökologisch dauerhafte und sozial gerechte Entwicklung in den Savannen, in der kleine und mittelständige Betriebe ansässig sind; g. zum Kampf für die Anerkennung der Naturvölker und deren Gebietsgrenzen, weil diese Gebiete ihr Überlebensraum sind; h. für eine Landgebietsreform einzutreten, die die Interessen der Kleinbauern berücksichtigt; i. zur Vermittlung von Gesprächen über Entwicklungen hinsichtlich der Savannen, zwischen der Brasilianischen Regierung, NROs und verschiedenen Bürgergruppen; j. zur Forderung, daß die Artenvielfalt in den Savannen von der brasilianischen Regierung in gleicher Weise gefördert wird, wie die von Pantanal, Amazonas, Mata Atlantica und der Küstenzone; k. zum Kampf für Aufforstungen und der Erneuerung von Wasserresourcen und das diese geschützt werden; l. zur eindringlichen Forderung, daß internationale Finanzeinflüsse eine geänderte Entscheidungsberechtigung bekommen, wenn dies Projekte in den Savannengebieten betrifft. |
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