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Vertrag zu Energie


Wir forden internationale Instrumente, welche legal die oben aufgeführte Prinzipien garantieren.

1. Ökologisch dauerhafte und sozial gerechte (sustainable) Gemeinschaften sind die Grundlage für den Erhalt des Planeten und seiner Bewohner; selbst minimale negative gesundheits, soziale und wirtschaftliche Einflüsse großer Energieprojekte machen diese für die Menschheit wertlos.
Die vorherrschenden undemokratischen Entwicklungsparadigmen, einschließlich der ihnen angeschlossenen Wirtschaftsbereiche, machen diese ökologisch nicht dauerhaften und sozial nicht gerechten Energiewirtschaftsstrategien unakzeptabel. Sie verursachen Ungleichheiten, die die Zerstörung von Kultur und Natur zur Folge haben.

2. Energieentscheidungen sind die Grundlagen für die Entwicklung jeder Gesellschaft. Sie erleichtern die technischen Arbeitsprozesse auf der ganzen Welt,haben aber einen negativen internationalen Einfluß auf die Souveränität der Staaten und sogar der Weltgeographie.

3. Starke und unverantwortlich große Kooperationen und Interessen kontrollieren die Energieproduktion, deren Verteilung und auch die der ihnen zugehörigen Waren und Dienstleistungen und sind daher verantwortlich für die negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen. Speziell zeigen sich alle Formen der Nuklearenergie gegenüber der Umwelt, der Gesundheit, dem Sozialen und durch inilitäre Auswirkungen als gefährlich und sind daher für eine ökologisch dauerhafte und sozial gerechte Entwicklung nicht akzeptierbar.

4. Finanzielle und menschliche Ressourcen müssen in verstärkten Maße für die Schaffung neuer und die Erhaltung bestehender energieeffizienter und erneuerbarer alternativer Energien zur Verfügung stehen, für eine ökologisch dauerhafte und sozial gerechte Gesellschaft, für heutige und zukünftige Generationen.
Die Kanalisation von Ressourcen und eine verbesserte Ausbildung müssen die Grundlage bilden, um eine Reversbewegung der Beseitigung der ökologischen Zerstörung zu initieren, wie z.B. der Abholzung, des Klimawechsels und der radioaktiven Verseuchung. Dies erfordert eine Verbesserung der Energietransportarten, die Verringerung von Abfällen und Recycling.

Prinzipien

5. Entscheidungen über den Gebrauch, die Produktion und die Verteilung von Energie müssen unter folgenden Prinzipien durchgeführt werden.

1.Ethisches Prinzip

a. Gebrauch, Erzeugung und Verteilung von Energie müssen mit großer Effizienz und unter Einhaltung der größtmöglichen Umweltrichtlinien durchgeführt werden. Produktionskosten und soziale Kosten ergeben die Gesamtkosten.

2.Gleichheitsprinzip

b. Gleicher Zugang zu den Waren und Dienstleistungen des Energiesektors ist Recht aller Menschen und Gemeinschaften in jeder Nation.
Dies beinhaltet die gleichberechtigte Nutzung, Produktion und Verteilung dieser Waren und Dienstleistungen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene und eines veränderten Konsumverhaltens der Beteiligten. Alle Gemeinschaften haben das Recht, ihre eigenen lokalen Ressourcen für eine autarke Energieversorgung zu verwenden und Reserven anzulegen.


3.Entscheidungsfällungsprinzip

c. Energieentscheidungen müssen demokratisch und partizipatorisch unter Berücksichtigung ethnisch - kultureller Probleme ohne Diskriminierung von Hautfarbe und Geschlecht getroffen werden.
Alle Einflüsse auf die Biosphäre durch die quantitative oder qualitative Umwandlung von Rohstoffen müssen abgeschätzt werden, einschließlich des Verbrauchs der Rohstoffe und des entstehenden Abfalls. Diskussionen müssen transparent und öffentlich durchgeführt werden, damit sie die Grundlage für Entscheidungen bilden können.

Aktionen

Die am Globalen Forum beteiligten NROs verpflichten sich, zu folgendem:

6. Wir werden für ein verändertes Konsumverhalten, vorrangig in der Energieverbrauchsbegnügsamkeit, der Erzeugungseffizienz, der Verringerung der CO2 Emissionen und anderer Verschmutzungen kämpfen.

7. Wir werden für eine erneuerbare dezentralisierte Energieproduktion und gegen Megaprojekte arbeiten.

8. Wir drängen auf den Ausstieg aus der Nuklearenergie und die Einstellung der Uranförderung.

9. Wir arbeiten für eine Entmilitarisierung um den gewaltigen Energieverbrauch des Militärs, sowie der Kriege zu beenden.

10. Wir werden uns mit denen solidarisch zeigen, die gegen ungerechte Energieverteilung kämpfen müssen, um ihren persönlichen Bedarf sichern zu können.

11. Wir fordern eine internationale Solidarität mit den Menschen, die durch Megaenergieprojekte von ihrem Land vertrieben sind.

12. Wir fordern eine Umweltkostenberechnung für alle Energieprojekte, die die ökologischen Kosten in die Gesamtkosten integrieren.

13. Wir werden die Regierungen zwingen, alle Energieentscheidungen öffentlich und mit Beteiligung der Bevölkerung zu treffen.

14. Wir werden durch Kampagnen das bestehende Konsumentenverhalten beeinflussen um die Bedürfnisse der Landwirtschaft, des Handels, der Industrie und des Transportverkehrs in Hinsicht auf den Ressourcenverbrauch, einschließlich der Energie zu reduzieren.

15. Wir fordern Energieeffizienz und Produktauszeichnungen.

16. Eine ständige NRO - Energiekoordinierungsstelle mit ihren Netzwerken soll die UNCED - Verpflichtungen weiterführen und eine NRO Beteiligung in den Kommissionen der Vereinten Nationen ermöglichen.

17. Wir werden ausgeglichene NRO- Repräsentation, mit Rede- und Stimmrecht bei jeder internationalen founding agency fordern.

18. Wir werden weltweit für die Entwicklung, Verbreitung und den Transfer effizienter, dezentralisierter, erneuerbarer Energien arbeiten.

19. Wir werden für eine progressive Reduktion von Carbonaten und Methanausstößen durch die Industrie, der Energieerzeuger und durch die Kraftfahrzeuge arbeiten, mit dem Ziel eine Verringerung von 20% bis zum Jahre 2000, von 50% bis zum Jahre 2o25 und von 100% bis zum Jahre 2050 zu erreichen.

20. Wir werden hierbei in größtmöglicher Kooperation mit anderen NRO zusammenarbeiten.


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