Vertrag der Menschen Amerikas1. Eine der Strategien der Länder des Nordens für die Länder des Südens ist die Amerika Initiative (oder Bush - Plan), veröffentlicht am 27.6.1990. Darin gibt es drei Bereiche: Handel, Investment und ausstehende Schulden. Der erste Bereich, ist soweit beschlossen, eine Strategie des freien Handels, einschließlich der Verpflichtungen der USA, den Export zu erleichtern. 2. Diese Initiative beabsichtigt bestehende Entwicklungsmodelle und multinationale Konzernstrategien zu übernehmen mit all ihren sozialen und ökologischen Konsequenzen. 3.Wir lehnen diese Initiative für alle Amerikaner ab, auch das bezahlen des Schuldenservices und die befohlenen Strukturveränderungen. 1. Strukturberichtigung4. Die Finanzstrategien des IMF Internationaler Monetary Found und der Weltbank sind seit den `70er Jahren fundiert durch: 5. Darum sind wir verpflichtet, Informationen und geprüfte Analysen über die Umwelt und soziale Konsequenzen des "Prozesses der Strukturellen Veränderung" in den Ländern Lateinamerikas und der Karibik, genau wie in den USA und Kanada zu verbreiten. Das schließt auch die Folgen für soziale Gruppen, z.B.: Frauen, Jugendliche, Kinder, ethnische Minderheiten etc. mit ein. 2. Freier Handel und Integration6. Die Liberalisierung der nationalen Entwicklungen durch Strukturveränderungsprogramme, ist ein Vorwand um eine undurchsichtige Handelslibelarisierung einzuführen. 7. Um die weitere Integration eines nicht nachhaltigen Entwicklungsmodells mit den Inhalten von Gehaltspressur, nebenrangiger Berücksichtigung der Gesundheitsvorsorge, des Arbeitsrechtes und der Umweltqualität zu beenden, sowie es den Menschen aller Nationen zu ermöglichen, daß sie ihre Ressourcen selbst verwalten. Daher müssen wir die Absichten des freien Marktes und der Amerika Initiative ablehnen, wenn sie nicht sicherstellen, daß Arbeitsplätze geschützt werden. 3. Ausstehende Schulden8. Die bestehenden neo-liberalen Wirtschaftsprogramme eingeführt durch die Regierungen des Südens, haben in großen Maße die Schwierigkeiten vertieft. 9. Wir verpflichten uns selbst gegen die Zahlungsverpflichtungen der Dritten-Welt zu kämpfen, denn die meisten Schulden sind durch Zahlungen an den Schuldenservice, Institutionen oder durch ungerechte Abgaben mehr als bezahlt. Aus dem selben Grund akzeptieren wir keinen "debt for nature swap" oder ähnliche Mechanismen. Auch lehnen wir Schuldenrückfluß durch Strukturveränderung ab. Wir rufen zu einem kompletten Schuldenerlaß für die Länder der 3.Welt auf. 4. Ökologische Schulden10. Die Mechanismen der Strukturveränderungen; durch die ausstehenden Schulden beeinflußt, haben das internationale Finanzsystem zu einem Netto - Transfer von Ressourcen aus dem Süden verpflichtet (natureller, finanzieller, menschlicher und energiebezogener Art), unterstützt durch inversen Technologietransfer des Nordens zur billigen Produktion. Dies untergräbt die Autonomie der Länder des Südens. 11. Es ist darum nötig, das System als ein Ganzes zu betrachten. In seinen Teilbereichen ist es die Verschuldung gegenüber der Biosphäre, die die Lebensqualität bedrohlich gefährdet. Die Kapazität dieser Bedrohung entgegenzuwirken, ist minimal. 12. Wir verpflichten uns die wahren Gründe der ökologischen Schulden international bekannt zu machen. 13. Wir verpflichten uns zu der Erneuerung der ökologischen Basisgruppen; den vergewaltigten ethnischen Gruppen, Gemeinschaften, Länder oder Regionen des Südens, durch die Industrieländer des Nordens, die die ökologischen Schuldner sind und damit verantwortlich, für die Umwelt- und sozialen Mißstände. 5. Kulturelle Verschiedenheit14. Die Verschiedenheit der Kulturen und Zivilisationen ist das charakterisierende Zeichen der Amerikanischen Bevölkerungen. Für 500 Jahre waren ihre Naturvölker einem verbrecherischem Prozeß gegen ihre Kulturen ausgesetzt. 15. Wir kämpfen für die Verschiedenheit ihrer Kulturen. Wir wollen durch Aufklärung erreichen, daß sie sich ihrer Werte wiederbesinnen, die ihren Ursprung in den Amerindern, Afrikanern und Europäern haben, jedoch auch in den radikalen Vermischungen von Rassen und ethnischen Gruppen, als Teil der Biodiversität. 6. Einige Alternativen16. Wir kämpfen dafür, daß der Transfer von umweltentlastenden Technologien und die Transfers von schmutzigen Technologien in die Dritte Welt beendet werden. 17. Wir wollen, daß für eine reine Technologie geforscht wird und diese verbreitet wird. Wir fordern ländliche und städtische Mikroindustrien, sowie die Entwicklung von Kleinbetrieben als Basis eines neuen Entwicklungsmodells, weil es viel effektiver ist; da es Menschen integriert, gemeinschaftlich kontrolliert wird und ohne negative Einflüße auf ihre Umgebung ist. Es erlaubt Gemeinschaften in ihrer natürlichen Umgebung zu bestehen. 18. In jedem Falle fordern wir die soziale Gleichstellung von Frauen und Minderheiten.Die Sozialen und Umweltbedürfnisse in Lateinamerika, haben viele Übereinstimmungen in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Struktur. Die NROs dieser Länder haben hierzu ansprechende und integrierende Aktionen zur Lösung der Probleme entwickelt. Sie sind nun erwacht, und deshalb werden internationale NROs und soziale Bewegungen aus Nordamerika, Lateinamerika und der Karibik zusammenarbeiten. 19. Wir verpflichten uns selbst unseren Erfahrungsaustausch zu intensivieren. Wir werden neue Mechanismen von Solidarität aufbauen, "joint actions" für eine demokratische, sozial gerechte, dezentralisierte Entwicklungsarbeit in unseren Gemeinschaften. | |
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