III Taufe und GlaubenTaufe, Eucharistie und AmtTaufeIII. Taufe und Glauben8. Die Taufe ist zugleich Gottes Gabe und unsere menschliche Antwort auf diese Gabe. Sie ist ausgerichtet auf ein Wachsen in das Maß der Fülle Christi (Eph 4,13). Die Notwendigkeit des Glaubens für den Empfang des Heils, wie es in der Taufe verkörpert und dargestellt ist, wird von allen Kirchen anerkannt. Persönliche Verpflichtung ist notwendig für eine verantwortliche Gliedschaft am Leibe Christi. 9. Die Taufe ist nicht nur auf eine augenblickliche Erfahrung bezogen, sondern auf ein lebenslängliches Hineinwachsen in Christus. Die Getauften sind berufen, die Herrlichkeit des Herrn widerzuspiegeln, wenn sie durch die Kraft des Heiligen Geistes mit zunehmendem Glanz in sein Bild verwandelt werden (2 Kor 3,18). Das Leben der Christen ist unausweichlich ein Leben ständigen Ringens wie jedoch auch ständiger Erfahrung der Gnade. In dieser neuen Beziehung leben die Getauften um Christi willen, um seiner Kirche und um der Welt willen, die er liebt, während sie in Hoffnung warten auf die Offenbarung der neuen Schöpfung Gottes und auf die Zeit, wenn Gott alles in allem sein wird (Röm 8,18-24; 1 Kor 15,22-28. 49-57). 10. Während sie im christlichen Glaubensleben wachsen, bezeugen die getauften Glaubenden, daß die Menschheit erneuert und befreit werden kann. Sie haben hier und jetzt eine gemeinsame Verantwortung, zusammen Zeugnis abzulegen vom Evangelium Christi, vom Befreier aller Menschen. Den Kontext dieses gemeinsamen Zeugnisses bilden die Kirche und die Welt. In einer Gemeinschaft des Zeugnisses und Dienstes erkennen Christen die volle Bedeutung der einen Taufe als der Gabe Gottes für sein ganzes Volk. Ebenso erkennen sie an, daß die Taufe, als eine Taufe in Christi Tod, ethische Folgen hat, die nicht nur nach persönlicher Heiligung rufen, sondern die Christen motivieren, sich um die Verwirklichung des Willens Gottes in allen Bereichen des Lebens zu bemühen (Röm 8,9ff.; Gal 3,26-28; 1 Petr 2,21-4,6). |
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